Tatort Jesus: Mein Neues Testament

15. Juli 2009 | Autor: Angelika Jung-Bund | Rubrik: Gechannelte Bücher

Tator Jesus BuchoverDies ist ein gechanneltes Buch von Eva-Maria Ammon, durchgegeben von Jesus Sananda. Die Autorin sagt in einem der Vorworte: „Dieses Buch ist revolutionär. Es schildert das Leben Jesu auf Erden so, wie er es mir erzählt hat … er nahm mich mit an die Schauplätze seines Wirkens, seines Lebens, seines Leidens und zu allem, was danach geschah“.

Ich habe das Buch auf Empfehlung einer Freundin und spirituellen Lehrerin gelesen. Durch einige Abschnitte musste ich mich regelrecht „durchbeißen“ und ich konnte verstehen, dass die Autorin lange Zeit zögerte, diese Texte zu veröffentlichen, weil sie Angst hatte, dass die Menschen sie für verrückt erklären könnten, denn manches klingt durchaus sehr seltsam.

Das Buch hatte überdies eine seltsame Wirkung auf mich, die ich so von „normalen“ (nicht gechannelten) Büchern nicht kenne. Obwohl es annähernd 350 Seiten umfasst, habe ich mir nur einige prägnante Inhalte gemerkt, die ich auch immer wieder im Freundeskreis weitererzähle. Alles andere war zwar seltsam oder auch spannend, es ist mir aber inhaltlich großteils völlig entglitten.

So ist mir z.B. im Gedächtnis geblieben, dass Jesus in diesem Buch sagt, seine Lehren seien von den Kirchen in vielen wesentlichen Punkten bewusst verfälscht worden, um die Menschen besser unterdrücken und manipulieren zu können (was für mich prinzipiell nichts Neues war). Dazu gehört auch das Bild des Gekreuzigten als Symbol der Anbetung des Leidens. Jedes geschlagene Kreuzzeichen soll auch das Dritte Auge, das Kehlkopf- und das Herzchakra versiegeln. Auch Kreuze an der Wand oder am Wegesrand sollen immer wieder das kollektive Schuldbewusstsein und den Wunsch nach Leid aktivieren. Es sei in unserem Unbewussten verankert, dass Jesus unsere Sünden auf sich genommen und uns so erlöst hat. Im Channeling sagt er, dass er kein kollektives Karma auf sich genommen hat, dass er vielmehr versucht hat, den Menschen begreiflich zu machen, dass sie für sich, ihre Gedanken und Taten verantwortlich und in ihrem göttlichen Selbst ihre eigenen Meister sind. Die Anbetung des Leidenssymbols sei der falsche Weg.

Eine zweite Hauptbotschaft war für mich die Durchsage, dass Jesus auch gekommen sein soll, um den Männern der damaligen Zeit zu vermitteln, dass Frauen vollkommen gleichwertig sind und dieses Wissen im Genpool der Menschen zu verankern. Nur durch das vollkommene Gleichgewicht zwischen männlicher und weiblicher Energie könne die Heilung der Erde und der Menschen geschehen. Dies wäre eine nach damaligen gesellschaftlichen Regeln wirklich revolutionäre, ja sogar Anstoß erregende Botschaft gewesen, denn Frauen galten damals sehr wenig und hatten praktisch keinerlei Rechte. In diesem Zusammenhang ist auch spannend, dass von einigen Jüngerinnen mehr als im Neuen Testament berichtet wird (sie werden auch namentlich genannt) und Jesu Beziehung zu Maria Magdalena.

Autorin und Herausgeberin wollen niemandem den Glauben streitig machen, sondern empfehlen, das Buch als Herausforderung und Anregung zu sehen und es mit dem Herzen zu lesen. Es geht ihnen nicht darum, wer „recht“ hat. Es wird vielmehr empfohlen, mit der Energie von Jesus Sananda oder der Christusenergie in sich selbst in Dialog zu treten, wenn man sich darauf einlassen möchte.

Meine Leseanregung: Gehen Sie nicht nur mit dem Verstand an die Lektüre dieses Buches heran, denn einen literarischen Maßstab darf man nicht anlegen. Wer sich jedoch öffnen mag und kann und sich auf das einlässt, was „zwischen den Zeilen“ wirkt, kann durch den entstehenden Prozess berührt werden.

von Angelika Jung-Bund

Tatort Jesus: Mein Neues Testament
von Eva-Maria Ammon

Gebundene Ausgabe
Verlag: Smaragd
ISBN-10: 3938489774
ISBN-13: 978-3938489772

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Ein Kommentar
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  1. Hallo,
    habe dieses Buch gelesen und bin begeistert. Um sich ein Urteil darüber erlauben zu können, muß man es wirklich selbst lesen und dann das Herz bzw. das innere Gefühl entscheiden lassen, ob diese Geschichte stimmt. Ich bin davon zutiefst überzeugt und freue mich schon auf das nächste Buch.
    Viele Dinge, wie wir sie beigebracht bekamen durch Kirche oder Religionsunterricht, waren vielleicht gut gemeint, fühlten sich aber nicht immer so richtig an, nicht für mich.
    Zum literararischen Maßstab kann man nur fragen: ” Wer kann denn mit absoluter Sicherheit den Inhalt der Bibel für Richtig befinden? ” Nur weil uns etwas seit ewigen Zeiten so erzählt und beigebracht wurde, muß es nicht automatisch die Wahrheit sein. Beweise dafür gibt es nicht, ob sich z.B. vor 2000 Jahren alles so zugetragen hat, wie es in der Bibel steht. Auch das ist eine Gefühlsentscheidung. ( GLAUBEN )
    Jeder sollte nur für sich entscheiden! Liebe Grüße Heike W.

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